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eMuse

eMUSE - Weserburg

Das Museum Weserburg in Bremen ist eines der größten Sammlermuseen für Gegenwartskunst in Deutschland. Mit dem Multimediaguide eMUSE stellt die Weserburg ihren Besuchern ein flexibel einsatzbares mobiles Mediensystem zur Verfügung. Mit kostenlos ausleihbaren iPhones können Besucher auf ihre ganz individuelle Entdeckungstour gehen. Unterhaltsam und informativ erhalten sie Hintergrundinformationen sowie Foto-, Video- und Audiosequenzen zu den Ausstellungen und Sammlungen des Museums. eMUSE ist ein flexibel übertragbares aber kostengünstiges Instrument zur Information, Kommunikation und Entertainment. eMUSE bezieht sich auf die mediale Alltagsnutzung der Besucher und bietet neue Präsentationsmöglichkeiten für das Museum. Ausstellungsführungen werden individuell z. B. auf dem Handy eines Besuchers abrufbar.

eMUSE bietet eine umfangreiche mediale-kulturelle Infrastruktur für Museen an, mit deren Hilfe Wissensprozessen, kulturellen Handlungen und Kommunikation lebendig und spielerisch an allen Orten des Museums (auch außerhalb) nachgegangen werden kann. eMUSE konzipiert ein mobiles, interaktives Informations- und Kommunikationssystem, das verschiedene Arten von Einsatzmöglichkeiten erfasst. Es ist flexibel und übertragbar einsetzbar.

Mit eMUSE gelingt es Besuchern in Wissensumgebungen, wie Museen, sich ortsbezogen systematisch und strukturiert zu informieren und Wissen verfügbar zu machen. Bei den Besuchern entsteht eine Vorstellung, ein Wissen oder sogar ein neues Verhalten an dem jeweiligen Ort. Die Unterschiedlichkeit der Nutzer bezüglich ihrer Motivation, ihres Raum-Zeit-Verhaltens, ihres Alters, ihrer Vorkenntnisse und ebenso hinsichtlich ihres besonderen Interesses wird berücksichtigt - spielerisch, informativ, interaktiv.

eMUSE funktioniert mit jedem WLAN-fähigen Handy/Mobile/PDA/iPhone/iPodTouch:

  • die zentrale Datenverwaltung erleichtert die Pflege der Daten und das Einbringen neuer Daten
  • jeder Besucher kann mit seinem privaten, ihm vertrauten Gerät Zugang zu den Daten erhalten
  • die WLAN-Verbindung zum Daten-Server kann auch in der Rückrichtung vom Besucher genutzt werden, z.B. für Feedback-Funktionen

Besonderes Augenmerk wird auf die Ästhetik und Benutzbarkeit der Anwendung gelegt. Das Interface wird besonders intuitiv zugänglich gestaltet, so dass auch technisch weniger erfahrene Benutzer ohne große Schwierigkeiten in kürzester Zeit die Benutzung des Geräts verstehen können und mögliche Hemmungen im Umgang mit der Technik verlieren.

Durch Touren werden dem Benutzer virtuelle Rundgänge angeboten. Diese virtuellen Rundgänge können zentral im Content-Management-System (CMS) angelegt werden. Touren können nach verschiedensten Kriterien erstellt werden. Es können Touren durch einzelne Etagen oder Ausstellungen angeboten werden, je nach Vorlieben von Kuratoren und Sammlern. Ein besonderes Angebot könnte die vom Direktor vorgeschlagene Tour durch “sein” Museum sein ("Director's cut"). Aus Bewertungen der Exponate durch Besucher können automatisch Touren für bestimmte Zielgruppen generiert werden ("Best of" u. ä.). Besondere Touren werden zielgruppenspezifisch über die personalisierte graphische Benutzeroberfläche (user interface) angeboten.

Spezielle Rundgänge:

  • Interaktive Lern-Tour für Kinder
  • Tour für Kinder mit von Kindern geschaffenen Inhalten, wie Fotos, Videoaufnahmen, selbst gemalten Bildern und Audioaufnahmen (Partizipatives Medium)
  • Tour für Taubstumme
  • Selbstzusammengestellte Tour anhand von Fotos von Exponaten auf einem zentralen Terminal. Die Funktion erlaubt auch zeit- und themenbezogene Einstiegspunkte vorzunehmen
  • Kontextualisierende Tour bei Bezugnahme zweier Künstler/Werke aufeinander oder bei kunsthistorisch zusammenhängenden Werken, Stilentwicklungen, etc.
 




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