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Nordwolle

Nordwolle Delmenhorst

Nordwestdeutsches Museum für IndustrieKultur

Das Nordwestdeutsche Museum für IndustrieKultur auf der Nordwolle in Delmenhorst präsentiert in mehreren historischen Baukörpern - u.a. der früheren Lichtstation von 1884 und dem Turbinenhaus von 1902 - die Entwicklung der Stadt Delmenhorst von der mittelalterlichen Burg zur bedeutendsten Industriestadt im Großherzogtum Oldenburg im 20. Jahrhundert. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 3000 qm wird die Geschichte der 1884 gegründeten "Norddeutschen Woll- und Kammgarnspinnerei" dargestellt, die exemplarisch die Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert aufzeigt. Anhand zahlreicher aufwendiger Inszenierungen und zum Teil noch funktionsfähiger Maschinen kann der Besucher erleben, wie aus der Rohwolle das Garn entsteht. Darüber hinaus gibt es verschiedene interessante Abteilungen in denen das Leben der Arbeiter/innen auf der Nordwolle und der Unternehmerfamilie Lahusen vor 100 Jahren dokumentiert ist. Das Museum ist mit vielfältigen modernen Medien, wie Videofilmen, CD-Einspielungen und Computeranimationen ausgestattet.

Neben dem Museumsbesuch lädt das Areal der Nordwolle zu einem Außenrundgang ein. Die aus dem 19. Jahrhundert erhaltenen industriellen Gebäudesubstanzen, wie z. B. Unternehmer-Villa und Arbeiterhäuser, die in ihrer Vollständigkeit fast komplett sind, können anhand verschiedener Text- und Bildtafeln erschlossen werden und ermöglichen so, in die frühere Fabrikwelt des heutigen europäischen Industriekultur-Denkmals Nordwolle einzutauchen.







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